UC-Builder

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Erstellen einer eigenen Programmsammlung

Die Erstellung einer persönlichen Programm Sammlung für ein UC Modul macht man mit Hilfe eines PC Programm: UC-Builder


Der UC-Builder nimmt die gewünschten C64 Programme und verpackt sie in eine einzelne Datei (UC Image Datei). Diese Datei wird in den Speicher (EPROM, FLASH) des UC Modul geschrieben. Nun steht die Programm Sammlung für den C64 zur Verfügung.


UC Image Datei

Die C64 Programm Sammlung auf dem UC Modul kann man frei zusammen stellen. Dazu dient ein kleines Programm (UC-Builder) am PC. Das Programm erstellt eine sogenannte UC Image Datei. diese Image Datei hat die Endung .bin und kann direkt in das EPROM (oder den FLASH) programmiert werden.


Die Größe der UC Image Datei darf den verfügbaren Platz im EPROM (im FLASH Speicher) nicht überschreiten. Bei Verwendung eines W27C040 darf die Image Datei eine maximale Größe von 512KB haben. Die Größe setzt sich zusammen aus der Summe der einzelnen C64 Programme plus der Größe des UC-Loader. Der UC-Loader ist ein C64 Programm, das für die Bedienung des Modul (UC-Menü) notwendig ist.


Der UC-Loader

In dem UC Modul kann mehr als ein Programm gespeichert sein. Deswegen muss man die Möglichkeit haben, das gewünschte Programm auszuwählen. Die Auswahl des gewünschte Programm erfolgt über das UC-Menü. Im UC-Menü werden alle Programme auf dem Modul gelistet und können auf Knopfdruck gestartet werden.


Nach dem Einschalten des C64 startet der UC-Loader. Der UC-Loader schaut nach, welche Programme auf dem Modul gespeichert sind. Wenn es nur ein Programm ist, dann wird dieses direkt gestartet. Wenn sich mehr als ein Programm auf dem Modul befindet, dann zeigt der UC-Loader die Namen aller Programme am Bildschirm an (UC-Menü). Der Benutzer wählt das gewünschte Programm und der UC-Loader startet es.


Wenn sich ein File Browser (UC-FB) in der Image Datei befindet, dann kann man das Programm über die Taste <F1> starten. Der File Browser ist ein modifiziertes FB (File Browser) Version 2. Man kann damit Dateien auf einem Disketten Laufwerk oder einem SD2IEC anzeigen und starten. Dateien mit der Dateiendung .CRT startet der UC-FB automatisch als Modul.


Mit den Tasten <F7> oder <F8> kommt man in den normalen C64 Eingabemodus (C64 BASIC). Die Taste <F7> schaltet dabei das UC Modul aus. Man kann dann immer noch auf die UC-Register an der Adresse $DE0x zugreifen. Mit der Taste <F8> schaltet man zusätzlich auch die UC Register aus. Das Modul ist dadurch vollkommen unsichtbar und kann nur durch einen Modul Reset wieder aktiviert werden.


Der UC-Builder

Der UC-Builder ist ein Werkzeug um eine Image Datei für ein C64 Modul zu erstellen. Die Image Datei kann dann direkt in den ROM Speicher (Flash oder EPROM) gespeichert werden.

Die Beschreibung zum UC-Builder findet man hier: [UC-Builder]


einen Programm für Windows PC


In dem Speicher des UC Modul (EPROM oder FLASH) kann man fertige Image Dateien programmieren. Dazu braucht man nur ein EPROM Programmiergerät. Wenn man eine eigene Zusammenstellung von Programmen machen möchte, dann braucht man den UC-Builder.

Der UC-Builder erstellt eine UC Image Datei aus einem oder mehreren C64 Programme. Die Image Datei enthält den UC-Loader, das UC-Menü (die Programmauswahl), ggf. einen File Browser (UC-FB) und alle C64 Programme die in dem Modul sind. Der UC-Loader ist in dem UC-Builder bereits enthalten und wird immer automatisch in die Image Datei geschrieben. Das UC-Menü wird vom UC-Builder erzeugt und in die Image Datei geschrieben.


Für die Erstellung des UC-Menü benötigt das UC-Builder folgende Informationen zu jedem C64 Programm:

  • Name des Programm
  • Art des Programm
  • Den Dateinamen des Programm
  • Optional Zusatzangaben zu dem Programm


Der Name des Programm wird dann beim Start vom UC-Loader angezeigt. Die Art des Programm benötigt der UC-Loader, damit das Programm korrekt gestartet werden kann. Die Dateiname des Programm benötigt der UC-Builder, damit er es in die UC Image Datei integrieren kann.


Der UC-Builder ist ein Programm für die Windows Kommandozeile. Es erstellt Image Dateien für das UC1, UC1.5 und das UC2 Modul. Wird es ohne Argumente aufgerufen, dann sucht das UC-Builder nach einer CSV Datei namens 'menu.csv'. Wenn keine Fehler auftreten beim bilden des Image, dann erfolgt nur die Ausgabe der Image Datei Größe sowie des freien Speicherplatz. Die Berechnung des freien Speicher beruht auf de Annahme, dass ein 128K EPROM (W27C010) verwendet wird. Bei Verwendung eines 64K EPROM muss man darauf achten, dass die Image Größe 0x10000 nicht überschreitet.


Optionen:

Mit der Option '-h' oder '--help' bekommt man eine Ausgabe aller verfügbaren Optionen zum UC-Builder.
Mit der Option '-V' oder '--version' wird die Version des UC-Builder angezeigt.

Mit der Option '-1' oder '--UC1' wird der UC-Builder angewiesen, eine Image Datei für ein UC1 Modul zu erstellen.
Mit der Option '-2' oder '--UC2' wird der UC-Builder angewiesen, eine Image Datei für ein UC2 Modul zu erstellen. Diese Image Dateien laufen auch in der UC1.5
Mit der Option '-5' oder '--UC1.5' wird der UC-Builder angewiesen, eine Image Datei für ein UC1.5 Modul zu erstellen. Diese Image Dateien laufen auch in der UC2

Mit der Option '-7' oder '--H64' wird der UC-Builder angewiesen, eine Image Datei für ein Hucky-64K Modul zu erstellen. Die maximale Größe ist 64K. (ab UC-Builder v1.13)
Mit der Option '-8' oder '--MD' wird der UC-Builder angewiesen, eine Image Datei für ein Magic-Desk Modul zu erstellen. Die maximale Größe ist 1MB.
Mit der Option '-9' oder '--EF' wird der UC-Builder angewiesen, eine Image Datei für ein EasyFlash Modul zu erstellen.

Mit der Option '-m' oder '--menu-csv' kann man eine CSV Datei mit beliebigem Namen verwenden.

Mit der Option '-i' oder '--image-file' kann man den Namen der Ausgabe Datei (UC Image Datei) festlegen.
Mit der Option '-c' oder '--crt-file' kann man den Namen der Ausgabe Datei (CRT Datei) festlegen.

Mit der Option '-d' oder '--dump' kann man die Programme aus einem UC-Image extrahieren. Das Ergebnis sind UCF Dateien, eine Datei pro Menüeintrag.
Mit der Option '-D' oder '--dumpDir' kann man das Datei Verzeichnis festlegen, wo die UCF Dateien extrahiert werden.

Mit der Option '-f' oder '--file-info' werden Informationen über eine Datei angezeigt, das funktioniert mit folgenden Typen: UCF, CRT, P00, Imagefile
Mit der Option '-F' oder '--file-dump' zeigt Datei Informationen und erzeugt Dump Dateien aus einer UCF Datei (je nach Inhalt PRG und P00 oder BIN und CRT)

Mit der Option '-I' oder '--info' kann man Informationen über eine Datei erhalten (UCF, CRT oder Imagefile).

Mit der Option '-v' erhöht man die Anzahl der Meldungen, das UC-Builder wird 'gesprächiger'. Die Option kann mehrfach verwendet werden. Ab drei '-vvv' erhält man detaillierte Informationen über den Aufbau der Image Datei, also die Adresse, Bank und Länge jedes Programmes in dem Image. Es wird auch angezeigt wie das Programm geladen und gestartet wird und ob das IO Register verborgen wird.


Am Ende wirft der UC-Builder zwei Dateien aus. Die BIN Datei (EPROM Abbild) ist die Image Datei, die direkt in das EPROM für das Modul gebrannt werden kann. Die CRT Datei ist ein CRT für den VICE, damit kann man die Image Datei gleich kontrollieren.

Allerdings kann der VICE die UC Module nicht interpretieren. Es werden zur Zeit bei UC Images nur Standard 8KB CRT Module erzeugt. Deswegen können nur Programme in Bank 0 richtig starten.

Die anderen Modul Typen (Hucky 64K, EasyFlash und MagicDesk) werden vom VICE (Version 3.7!) erkannt und funktionieren voll umfänglich.



Datei Typ .UCF

Dateinamen die mit '.UCF' enden sind UC-Apps. Diese Dateien sind C64 Programme, die für den Start aus einem UC Modul (und allen anderen Module die vom UC Builder unterstützt werden) vorbereitet sind. UC-Apps enthalten zusätzliche Informationen (UCF Header) die benötigt werden, um das Programm zu laden und auszuführen.

UCF steht für alles, was man in einem UC Modul starten kann.


Informationen im UCF Header:

  • UCF Kennung
  • Name im UC Menü
  • LOAD Optionen
  • RUN Optionen
  • Cartridge Einstellungen

Diese Informationen muss man normalerweise in der CSV Datei für den UC-Builder angeben. Die Verwendung einer UCF Datei vereinfacht den Eintrag in der CSV Datei für das Programm. In der CSV Datei muss nur noch der Pfad zur UCF Datei stehen. Als Dateityp kann man 'UCF' angeben, das ist aber nicht zwingend notwendig, weil der UC-Builder eine UCF Datei ohnehin automatisch erkennt.


Die UCF Dateien sind ähnlich zu den CRT Dateien. Auch CRT Dateien werden automatisch erkannt und aus dem Header liest der UC-Builder die LOAD und RUN Optionen. Allerdings sind CRT Dateien beschränkt auf C64 Module. Die UCF Datei kann jedes Programm sein, das man in einem UC Modul verwenden kann.


Die UCF Dateien arbeiten prinzipiell auch für Fremd Module (MagicDesk, EasyFlash, Hucky-64 ...). Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Modul die passende Hardware Plattform anbietet. Ein UltiMax Programm kann man zb. NICHT in einem MagicDesk Modul ausführen.


UCF Dateien kann man aus einem UC-Image gewinnen. Der UC-Builder erzeugt UCF Dateien aus allen Programmen in einem UC-Image indem man die Option --dump verwendet. Die Option --dumpDir ermöglicht die Angabe eines Datei Verzeichnis, wohin die extrahierten UCF Dateien geschrieben werden. Es funktioniert mit jedem UC-Image ab Version 1.13, dabei ist es völlig egal, für welche Plattform das UC-Image gebildet wurde.


Eine UCF Datei kann auch mehrere Dateien beinhalten. Wenn man zb. auf einer Diskette mehrere PRG Dateien hat, die alle zu einem Programm gehören, dann kann man die auf einmal laden und starten. Mit anderen Worten, wo man früher mehrere LOAD Befehle gebraucht hat um ein Programm zu starten, das kann man auch in eine UCF Datei packen.


Den Inhalt einer UCF Datei kann man wieder extrahieren. Dazu dient der UC-Builder mit der Option '-F' (--file-dump). Der Inhalt einer UCF Datei ist entweder ein Modulcode oder ein Programmcode. Im Falle von Modulcode erzeugt der File-Dump eine CRT Datei (für den VICE Emulator) und eine BIN Datei (EPROM Inhalt). Im Falle von Programmcode erzeugt der Dump eine PRG Datei und eine P00 Datei. Beide Dateien kann man im VICE ausführen, die PRG Datei kann man zB. mit dem Tool DirMaster in ein D64 Image kopieren.


Die CSV Datei für die Menü Erstellung

Das UC-Builder liest die benötigten Informationen aus einer Text Datei (CSV Datei). Jede Zeile in der CSV Datei steht für ein Programm (bzw. einen Menü Eintrag). Mit der Option -m sagt man dem UC-Builder den Namen der CSV Datei (-m menuFile.csv). Wenn das UC-Builder ohne CSV Dateinamen aufgerufen wird, sucht es automatisch nach der CSV Datei menu.csv.


Beispiel einer CSV Datei:

Programm;           Typ;      Dateiname
Hello World;        PRG;      10-Zeiler\hello world.prg
Fort Apocalypse;    PRG;      Games\Fort Apocalypse.prg
Jupiter Lander;     UltiMax;  Ultimax\Jupiter_Lander.crt
ExBasic-II;         CRT;      CRT\ExBasic II.crt
Test $C003;         BIN;      Test\UC-testc01.prg;               SYS $C003
TSB;                BIN;      BIN\tsb.obj.prg;                   RESET
Help+;              !$8000;   BIN\Help+-C64.bin;                 RESET
-;                  UCF;      UCF\Exass.ucf


Aus der CSV Datei entsteht eine UC-Image Datei mit einem Menü und vier C64 Programmen. Die zweite Spalte enthält den Typ des C64 Programm. Diese Information benötigt der UC-Loader, damit das Programm richtig gestartet werden kann (Ausnahmen sind CRT und UCF).


Spalte 1 -- Programm Name:

Der Programm Name wird nur für die Darstellung im UC-Menü benutzt. Der Name wird automatisch in PETSCII konvertiert, sofern dies möglich ist. Die Länge wird automatisch auf 17 Zeichen reduziert, damit es am C64 problemlos dargestellt wird.

Ein Sonderfall ist der Text 'F1'. Wenn der Programm Name exakt 'F1' ist, dann betrachtet der UC-Builder diesen Eintrag als 'File Browser'. Im UC-Menü wird kein Eintrag gebildet, aber es erscheint ganz unten links die Auswahl 'F1-File Browser'. Mit der Taste 'F1' wird dieser Eintrag als File Browser gestartet. Der File Browser wird immer mit aktiviertem IO Register gestartet, damit ggf. später eine Konfiguration des UC Modul erfolgen kann.

Der File Browser kann entweder ein externes Programm oder der interne UC-FB sein. Im Falle des internen UC-FB ist der Programm Typ immer als '---' anzugeben. Und es ist natürlich kein Dateiname nötig, die Spalte drei kann also einen beliebigen Inhalt haben.

Bei UCF Dateien muss man keinen Namen angeben, es genügt ein Bindestrich. Der Name steht in der UCF Datei. Natürlich kann man einen eigenen Namen wählen und hier angeben. Der Name in der UCF Datei wird in diesem Fall ignoriert.


Sonderfall 1 -- Hilfetext Zeile:

Wenn der Text in Spalte 1 mit einem Fragezeichen (?) beginnt, dann handelt es sich um eine Hilfetext Zeile.

Zu jedem Menü Eintrag kann man bis zu drei Hilfetext Zeilen definieren. Wenn Hilfetext Zeilen definiert werden, dann sind die untersten drei Zeilen reserviert für den Hilfetext. Der Hilfetext erscheint, wenn man den Menüeintrag selektiert. Um das Programm zu starten, muss der Menüeintrag ein zweites mal selektiert werden.

Bei einem Menüeintrag ohne Hilfetext wird das Programm sofort gestartet (nur einmal selektieren).

Hilfezeilen in der CSV Datei haben nur eine Spalte. Außer dem Hilfetext gibt es keine weiteren Parameter. Hilfezeilen in der CSV Datei müssen mit einem Fragezeichen (?) beginnen.


Sonderfall 2 -- Textzeilen (ab v1.13):

Wenn der Text in Spalte 1 mit einem Ausrufzeichen (!) beginnt, dann handelt es sich um eine Textzeile.

Anstatt einem Menüeintrag kann man optional einen Text ausgeben. Die Textzeile kann bis zu 127 Zeichen lang sein. In der Textzeile können auch Steuerzeichen enthalten sein (Cursor Steuerung, Farbcodes ...). Damit lässt sich der UC Startschirm relativ frei gestalten.

Textzeilen erscheinen da, wo normal der Menüeintrag stehen würde. Im Unterschied zu einem Menü Eintrag fehlt der Buchstabe um das Programm zu starten.

Textzeilen in der CSV Datei müssen mit einem Ausrufzeichen (!) beginnen.


Sonderfall 3 -- Kein Menüeintrag Name (ab v1.13):

Bei Verwendung von UCF Dateien, kann man auf den Namen des Menüeintrag verzichten. Dazu wird in der CSV Datei als Name nur ein '-' (Bindestrich) verwendet. Im UC Menü wird dann der Name verwendet, der in der UCF Datei gespeichert ist.


Sonderfall 4 -- Datei ohne Menüeintrag (ab v1.14):

Wenn der Text in Spalte 1 mit einem Doppelkreuz (#) beginnt, dann handelt es sich um eine Datei ohne Menüeintrag.

Nicht jede Zeile in der CSV Datei wird zu einem Menü Eintrag. Diese Zeilen erzeugen keinen Menüeintrag und dienen nur dazu, eine Datei in das UC Image File zu schreiben. Diese Datei kann dann geladen werden über ein oder mehrere Menü Einträge.

Für 'Datei ohne Menüeintrag' muss die erste Spalte mit einem '#' beginnen. Die Zeichen nach dem '#' ist der Referenzname. Die Datei kann dann in jedem Menüeintrag durch den Referenznamen (zum Beispiel '#ABC') adressiert werden. In einem Menüeintrag kann man dann in Spalte 3 anstatt des Dateinamen einen oder mehrere Referenznamen verwenden.


Das hat folgende Vorteile:

  • ein Menüeintrag kann mehrere Dateien laden
  • eine Datei kann von mehr als einem Menüeintrag geladen werden
  • die Reihenfolge der Menüeinträge muss nicht mit der Anordnung der Dateien im Image übereinstimmen


Spalte 2 -- Programm Typ:

Der Programm Typ steuert, wie das Programm geladen wird. Zudem bestimmt es die Konfiguration der UC Hardware vor dem Programm Start. Zudem wirkt sich der Programm Typ aus auf die Start Option, sofern diese nicht manuell eingestellt wird (siehe Spalte 4).


Folgende Kürzel sind in der Spalte Typ erlaubt
PRG
normales BASIC Programm oder OneFiler, das an der Adresse $801 (C64) oder $1C01 (c128) geladen und mit RUN gestartet wird
BAS2
ein BASIC Programm (zumindest ein SYS xxx) für den c64, das an der Adresse $0801 geladen und mit RUN gestartet wird
BAS7
ein BASIC Programm (zumindest ein SYS xxx) für den c128, das an der Adresse $1C01 geladen und mit RUN gestartet wird
BIN
ein Programm mit Ladeadresse, das an beliebiger Adresse geladen und mit SYS oder RESET gestartet wird
BLK nnn
! nnn
eine Datei OHNE Ladeadresse, die an beliebiger Adresse geladen und mit SYS oder RESET gestartet wird
es kann entweder 'BLK' oder '!' verwendet werden, das Ergebnis ist das selbe.
die Datei wird an die angegebene Adresse 'nnn' geladen. Die Adresse kann dezimal, hexadezimal (beginnt mit '$' oder '0x') oder Oktal (beginnt mit '0') angegeben werden
8KB
das Programm wird als 8KB Modul gestartet
16KB
das Programm wird als 16KB Modul gestartet
32KB
das Programm wird als 32KB Modul gestartet (c128)
UltiMax
das Programm wird als Ultimax Modul gestartet
CRT
der Modul Typ wird selbsttätig erkannt, - nur bei CRT Dateien
UCF
die UCF Datei enthält alle Informationen, die der UC-Builder benötigt
"---"
Sonderfall für die Verwendung des internen UC-FB, wenn der Programm Name exakt 'F1' ist.
es kann aber auch verwendet werden für CRT und UCF Dateien, weil der UC Builder diese Dateien automatisch erkennt.


Spezial Steuerzeichen

"|"
Wenn das erste Zeichen ein senkrechter Strich (|) ist, dann wird für diesen Menü Eintrag das IO Register des UC Modul NICHT deaktiviert. Das bedeutet, man kann nach dem Start des Programm weiterhin auf die Konfiguration des UC Modul zugreifen. Zum Beispiel ist das so bei dem internen File Browser FB.


Spalte 3 -- Dateiname:

Der Dateiname am PC, damit der UC-Builder die Datei lesen und in die Image Datei einbinden kann. Es sind alle Arten von Pfade erlaubt, die dem OS bekannt sind (Unterverzeichnisse, andere Laufwerke, absolute Pfade, Netzlaufwerke, Pfad Aliase ...). Dateien werden einfach als Byte Stream gesehen. Es gibt aber Ausnahmen, Dateien die inhaltlich interpretiert werden: P00 und CRT

P00
Diese Dateien werden besonders behandelt, der P00 Header wird überlesen und ab Byte [0x1A] wird als Inhalt verwendet
CRT
Diese Dateien sind 'Modul Dateien' für den Emulator. Sofern es CRT Dateien vom Typ 0 (8K, 16K, 32K, Ultimax oder MagicDesk128) sind, werden sie vom UC Builder und vom UC-FB richtig interpretiert.
UCF
Diese Dateien sind 'UCF Dateien' für den UC-Builder. Die Datei enthält alle relevanten Informationen, die für den Ladevorgang (LOAD) und dem Programmstart (RUN) nötig sind. Die Informationen in der Datei werden sowohl vom UC Builder als auch vom UC-FB interpretiert.


Spalte 4 -- Start Optionen: (optional, ab v1.05)

Die Spalte 4 kann normalerweise einfach weg gelassen werden. Man kann hier eine bestimmte Startoption erzwingen. Wenn die Spalte weg gelassen wird, startet der UC-Loader alle PRG mit einem 'RUN' Befehl, alle Modul Dateien mit einem Soft RESET und alles andere gar nicht (springt nach dem LOAD ins BASIC).

Wenn man eine Startoption definiert, dann führt sie der UC-Loader nach dem LOAD aus, unabhängig davon ob es Sinn macht oder nicht.


Folgende Startoptionen sind erlaubt
RESET
Nach dem laden des Programmes wird ein Soft RESET ausgeführt. Der c128 wechselt vorher in den C64 Modus.
(Das ist Standard bei Programm Typ 8KB, 16KB, UltiMax und CRT für den C64)
RESET128
Nach dem laden des Programmes wird ein Soft RESET ausgeführt.
(Das ist Standard bei Programm Typ 32KB und CRT für den c128)
SYS nnn
Nach dem laden des Programmes wird ein SYS ausgeführt auf die Adresse 'nnn'. Die Start Adresse kann dezimal, hexadezimal (beginnt mit '$' oder '0x') oder Oktal (beginnt mit '0') angegeben werden. Der Commodore c128 wechselt in den C64 Modus.
SYS128 nnn
Nach dem laden des Programmes wird ein SYS ausgeführt auf die Adresse 'nnn'. Die Start Adresse kann dezimal, hexadezimal (beginnt mit '$' oder '0x') oder Oktal (beginnt mit '0') angegeben werden. Die Banknummer ist wie beim internen c128 Monitor die fünfte Hexziffer der Adresse.
RUN
Nach dem laden des Programmes wird ein RUN ausgeführt. Sofern es sich bei dem Programm um ein BASIC Programm handelt, wird es automatisch nach dem LOAD ausgeführt.
(Das ist Standard bei Programm Typ PRG)
READY
Nach dem laden des Programmes wird nichts gemacht. Der UC-Loader springt direkt nach dem LOAD in den Direktmodus des BASIC (Interpreter Loop).
(Das ist Standard bei Programm Typ BIN und BLK)
ROM
Das Programm wird direkt im ROM (EPROM/FLASH) ausgeführt, ohne zuerst ins RAM geladen zu werden. Der UC Loader selektiert die richtige Speicher Bank und startet dann per Reset. Module vom Typ 8K und 16K werden direkt an der unteren Grenze einer 16K Bank angeordnet. Ultimax Module mit 8K werden automatisch in dem oberen 8K Block einer Bank angeordnet, das ist Standard für Ultimax Module wegen dem Reset Vektor.
Diese Methode hat den Nachteil, dass ein Programm genau an den Block Grenzen einer Bank angeordnet werden muss, dadurch entstehen u.U. Lücken zu dem Programm vorher und der Speicher kann nicht mehr vollständig benutzt werden. Aber es eignet sich gut, wenn hauptsächlich Modul Programme (CRT Dateien) mit 8K und 16K Größe benutzt werden (zB. das Multi-MAX Modul). Im Falle von vielen 8K Modulen wird der Speicher ideal genutzt, wenn sich eine 8K und eine Ultimax immer abwechseln.
ROMX
Das Programm wird direkt im ROM (EPROM/FLASH) ausgeführt, ohne zuerst ins RAM geladen zu werden. Der UC Loader selektiert die richtige Speicher Bank und startet dann per Reset. Module vom Typ 8K werden direkt an der oberen Grenze (ROMH) einer 16K Bank angeordnet. Die Option ROMX ist gedacht für 8KB Ultimax Module. In Kombination mit einem 8KB Modul mit Option ROM wird die 16K Bank optimal genutzt und man verliert keinen Speicher wegen der Blockgrenzen.
Hinweis: für die optimale Nutzung der 16K Bank sollte abwechselnd die Option ROM (8K Modul) und ROMX (Ultimax) verwendet werden. Andernfalls entstehen Lücken wegen der Bank Grenze.


Textzeilen im UC Menü

Das UC-Menü enthält Menü Einträge, das sind startbare Programme. Am Bildschirm können bis zu 36 Menü Einträge stehen, 18 auf der linken Seite und 18 auf der rechten Seite. Jeder der 36 Menüeinträge hat eine feste Position am Bildschirm und für den Programm Start ist jedem Menüeintrag ein fester Buchstabe zugeordnet.

Seit der Version 1.13 des UC-Builder kann man anstatt eines Menü Eintrag eine Textzeile definieren. Die Textzeile ersetzt den Menü Eintrag, es ist also kein Programm zugeordnet für den zugehörigen Buchstaben.


Die Textzeilen dienen dazu, dass man den Bildschirm Aufbau etwas freier gestalten kann. Jede Textzeile belegt den Platz eines Menü Eintrag, der Text erscheint an derselben Cursor Position die dem Menü Eintrag zugeordnet ist. Mit einer leeren Textzeile kann den Menü Eintrag blockieren, dh. alle Programme rutschen eine Position nach unten.

Jede Textzeile kann bis zu 200 Zeichen enthalten. Die Zeichen in der Textzeile können normale Zeichen sein oder Steuerzeichen. Steuerzeichen belegen keine Cursor Position, man verwendet sie um die Farbe einzustellen und um die Position des Cursors zu verändern. Mit den Cursor Steuerzeichen kann man zum Beispiel auch die Kopf- oder die Fußzeile erreichen und manipulieren. Insgesamt erlauben die Textzeilen eine große Freiheit bei der Gestaltung des Bildschirm.

Jedes Zeichen in der Textzeile kann in der gewünschten Farbe ausgegeben werden. Die eingestellte Farbe beeinflusst aber auch alle weiteren Menü Einträge. Wenn man die Menü Einträge im standard Grün erhalten will, dann muss man am Ende der Textzeile das Farbcode Steuerzeichen für Grün setzen.

Um die Eingabe der Steuerzeichen zu erleichtern, sind Token implementiert worden für jedes Steuerzeichen. Anbei ist eine Liste der unterstützen Steuerzeichen Token.


Steuerzeichen:

PETSCII Token Short Beschreibung
147 {clear} {clr} löscht den Bildschirm
19 {home} Cursor in die Zeile 1 Spalte 1
29 {right} {rgt} Cursor nach rechts
157 {left} Cursor nach links
17 {down} Cursor nach unten
145 {up} Cursor nach oben
144 {black} {blk} Farbe Schwarz
5 {white} {wht} Farbe Weiß
28 {red} Farbe Rot
159 {cyan} {cyn} Farbe Cyanblau
156 {purple} {pur} Farbe Violett
30 {green} {grn} Farbe Grün
31 {blue} {blu} Farbe Blau
158 {yellow} {yel} Farbe Gelb
129 {orange} {ora} Farbe Orange
149 {brown} {brn} Farbe Braun
150 {lred} Farbe Hellrot
151 {gray1} {gr1} Farbe Grau 1
152 {gray2} {gr2} Farbe Grau 2
153 {lgreen} {lgr} Farbe Hellgrün
154 {lblue} {lbl} Farbe Hellblau
155 {gray3} {gr3} Farbe Grau 3
18 {rvson} Invertierte Schrift EIN
146 {rvsoff} Invertierte Schrift AUS
13 {return} {rtn} Zeilenschaltung (Cursor in die nächste Zeile erste Spalte)
14 {letter} Wählt den Zeichensatz Groß-/Kleinbuchstaben
142 {grafic} Wählt den Zeichensatz Grafikzeichen



Mehrere Menü Seiten

Ab Version 1.14 werden mehrseitige Menüs unterstützt. Eine Menü Seite hat bis zu 42 Menü Einträge. Speziell bei 1 MB Module kann man da leicht an die Grenzen kommen. Wenn man viele kleine Programme hat, oder wenn man viele Textzeilen benutzt, dann reichen die 42 Menü Einträge nicht aus.

Der UC-Builder bildet automatisch eine neue Menü Seite, sobald man mehr als 42 Einträge hat.

Das UC-Menü zeigt in der Kopfzeile die aktuelle Seite (in hellgrau) an, alle anderen Seiten werden in dunklem Grau angezeigt. Der Wechsel zur nächsten bzw. vorherigen Seite erfolgt über die Cursortasten (<Cursor links>, <Cursor rechts>). Die Zeichen '<' und '>' symbolisieren die Cursortasten für den Seiten Wechsel. Wie immer im UC-Menü symbolisiert die Farbe weiß, dass der Seitenwechsel möglich ist. So ist '<' in grau dargestellt, wenn man sich auf der ersten Seite befindet. Und '>' ist in grau dargestellt, wenn man sich auf der letzten Seite befindet.

Bei bis zu 5 Menü Seiten ist das Format '<1..n>'. Bei mehr als 5 Menü Seiten wird nur noch die aktuelle Seite angezeigt im Format '<n>'.


Der File Browser (UC-FB)

Der UC File Browser wird vom UC-Menü gestartet mit der Taste <F1>. Der UC File Browser ist nur verfügbar, wenn im CSV File ein Dummy Eintrag gemacht wird. Der Menütext (erste Spalte) muss 'F1' lauten und die zweite Spalte enthält drei Bindestriche ('---'). Die dritte Spalte wird nicht ausgewertet. Optional kann man statt des internen UC-FB auch einen eigenen Browser einbinden, dazu muss nur die erste Spalte exakt 'F1' enthalten.

Der UC-FB läuft als 8KB ROM und ist sonst wie der normale FB v2. Er startet Programme, wechselt in Verzeichnisse oder Disk Image Dateien und verlässt diese auch wieder. So kann man sehr komfortabel auf einem SD basierten Laufwerk (wie das SD2IEC) navigieren.

Der UC-FB kann auch CRT Dateien vom Typ 0 starten. Es wird automatisch der Modul Typ (8K, 16K oder Ultimax) aus dem CRT File gelesen und entsprechend in den UC RAM geladen. Der Start erfolgt über einen Soft Reset.


MAX Machine

Die UC Module sind dafür konzipiert, in einem C64 Computer zu arbeiten. Neuere UC Module können aber auch in einer Commodore MAX Machine laufen. Die Module UC-1 und UC-1.5 haben dazu einen optionalen Jumper, mit dem sie in den MAX Machine Modus geschaltet werden können. Das UC-2 Modul kann per Software Einstellung in den MAX Machine Modus wechseln.

Ein UC Modul im Max Machine Modus läuft auch in einem C64.


Der MAX Machine Modus unterliegt den Beschränkungen dieser Ziel Plattform:

  • es funktioniert nur noch der Ultimax Modus
  • der UC Loader funktioniert in diesem Modus nicht
  • ein C64 hat nur noch 4K RAM
  • an einer MAX Machine sind 2K RAM (intern) und 2K extern (UC-RAM) von $0800 bis $0x0FFF
  • das Signal IO-1 ist direkt mit /EXRAM verbunden
  • das Signal IO-2 ist direkt mit /EXROM verbunden
  • die UC Register sind in einer MAX Machine in dem 2K Adressraum $0800-$0FFF ansprechbar (statt wie gewohnt ab $DExx)
  • an einem C64 hat man 256 Byte UC RAM im IO-2 Bereich ($DFxx)


Da der UC Loader nicht funktioniert im Max Machine Modus funktionieren da auch keine UC Images mehr. Es braucht eine Software die spezielle für diesen Modus entwickelt wurde, zum Beispiel die MultiMax Software für das UC Modul.